Vorwort unserer Redaktion: Für Professionals ist der neue Verwaltungsakt zwar umstritten, jedoch noch verständlich.Für den Durchschnitts-Amateur sind die neuen Bestimmungen ein bürokratischer Gaul, der kräftig wiehert. Nach wenigen Jahren der Gültigkeit von U-Grooves (die kleinen Rillen auf dem Schlägerblatt) werden nun wieder die altehrwürdigen V-Grooves zum non-plus-ultra hochstilisiert. Viele Golfer werden den Eindruck nicht los, die Regelpäpste wollten wieder einmal der Industrie in die Hände arbeiten. Die V-Grooves kommen wieder!Abb 2010 werden die Regeln für die Grooves, also die "Rillen" auf dem Schlägerblatt, geändert. Zumindest erstmal für die Profis. Das haben der R&A St. Andrews (Schottland) sowie die USGA (USA) beschlossen.
Nach intensiven Tests wurde herausgefunden, dass die modernen U-Grooves deutlich mehr Spin auf den Ball bringen, insbesondere wenn der Ball aus dem Rough gespielt wird.

Bisher: U-Grooves Neu: V-Grooves
Laut der Regelinstitute macht es praktisch keinen Unterschied mehr, ob der Ball auf dem Fairway liegt oder nicht. Bei der neuen Regel werden die Größe der Grooves und die Schärfe der Kanten reglementiert. Großräumige Grooves bieten die Möglichkeit mehr Fremdmaterial wie Wasser oder Gras aufzunehmen. Scharfkantige Grooves führen zu einem besseren Kontakt zwischen Schlagfläche und Ball.
Müssen wir jetzt alle neue Schläger kaufen? Nein!Betroffen sind Eisen mit einem Loft von 25 Grad und mehr, generell ab Eisen 5 abwärts. Die Regeländerung wird für die internationalen Touren ab 1. Januar 2010 in Kraft treten. Für Top-Amateure und bei anderen Profi-Veranstaltungen ab dem 1. Januar 2014. Die breite Masse muss sich mit den Änderungen wohl erst ab 2024 auseinandersetzen. Da soll die Regel dann für alle Amateure gelten. Von der neuen Regelung sollen vor allem Spieler profitieren, die zielgenau vom Abschlag sind.
Einer der renommiertesten, grossen Hersteller, John Solheim (PING) hält das Ganze für Quatsch. "Wir wollen Freude am Golf und keine Regulierungswut"