"Der Deutsche Golf Verband ist froh und glücklich, dass die IOC-Vollversammlung beschlossen hat, den Golfsport wieder in den Kreis der olympischen Sportarten aufzunehmen, freute sich der scheidende
DGV-Präsident Dr. Scheuer: Für viele der 60 Millionen Golfer auf der ganzen Welt ist heute ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Aus Sicht unseres Verbandes bedeutet die Entscheidung einen Meilenstein in unser aller Bestreben, den Golfsport in Deutschland mit seinen fast 600.000 Aktiven noch weiter nach vorne zu bringen. Das gilt sowohl für den Leistungssportbereich mit unseren Nationalteams, als auch für den Abbau von Vorurteilen und Hemmschwellen für alle Golfinteressierten.


Vom heutigen Tag fiebern wir gemeinsam den Olympischen Spielen 2016 entgegen. Wir empfinden es als Ehre, Ansporn und Verpflichtung zugleich, nach über 100 Jahren wieder zu den olympischen Sportarten zu gehören.
Mein Dank gilt allen, die mit viel Arbeit und Geduld die Grundlage für diese denkwürdige Entscheidung für den Golfsport gelegt haben."
Die IOC-Vollversammlung ist mit dieser Entscheidung der Empfehlung des Exekutivkomitees des IOC gefolgt. Am Rande der Leichtathletik-WM in Berlin im August 2009 hatte das Komitee aus sieben Bewerbern die Sportarten Golf und Rugby ausgewählt und der Vollversammlung die Aufnahme dieser Sportarten ins olympische Programm 2016 empfohlen.

Der SpielmodusDer olympische Spielmodus sieht laut Bewerbung vor, dass der Golfwettbewerb an acht Tagen ausgetragen wird, jeweils vier Tage für die Herren und vier Tage für die Damen. Das Teilnehmerfeld soll je 60 Spielerinnen und Spieler umfassen, die pro Tag eine komplette Golfrunde à 18 Löcher spielen. Wer nach 72 gespielten Löchern insgesamt die wenigsten Schläge benötigt hat, gewinnt die Goldmedaille.
Die Golfwelt schaut jetzt auf Rio de Janeiro als Olympiastadt 2016 
Jubel auf der Copa Cabana

Die Niederlage ist vergessen:
Barak Obama und Oberbürgermeister von Chicago, Richard M. Daley (am Pult), als Rio de Janeiro und nicht Chicago zur Olympiastadt gekürt wurde. Eine Woche später wurde der
US- Präsident, der begeisterter Golf ist, für die ganze Welt überraschend zum Friedensnobelpreisträger erkoren.

Die Fussball-Legende
Pelé kämpfte für Olympia in seinem Heimatland Brasilien, er votierte für Rio de Janeiro und triumphierte: Die Copacabana tanzte die ganze Nacht hindurch. Madrid und Tokio weinten.
Mit
Barack Obama ist erstmals überhaupt ein US-Präsident an einen IOC-Kongress gereist, um für seine Kandidatur Werbung zu machen. Nicht zuletzt deshalb war seine Heimatstadt Chicago der Topfavorit für die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2016. Für die Amis sprachen auch der Charme von Präsidentengattin
Michelle Obama und die Finanzmacht der amerikanischen TV-Sender.
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Begeisterung bei Golfern rund um den Globus rief die Ankündigung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor einigen Monaten hervor, Golf und Rugby ins Programm der Olympischen Spiele 2016 aufnehmen zu wollen.
"Es ist überfällig, dass auch wir bei Olympia antreten dürfen. Unsere Sportart wird schließlich global betrieben", meinte Golf-Star
Tiger Woods am Rande der PGA-Championship.
Auch Golf-Legende
Jack Nicklaus strich die weltweite Bedeutung seiner Sportart heraus: „Offensichtlich hat das IOC den Stellenwert von Golf als globale Sportart erkannt und dass dessen Tradition und Ideale dem Olympischen Geist entsprechen.“

Die Schwedin
Annika Sörenstam, die gemeinsam mit dem 18-fachen Major-Sieger als Botschafter des Internationalen Golf-Verbands (IGF) einen Olympia-Platz moniert hatte, war ob des Entschlusses erleichtert. „Das zeigt, dass unsere Bemühungen es wert waren“, meinte die 89-fache Turniersiegerin.
Golf war zuletzt 1904 olympisch, vor vier Jahren war die Sportart von der IOC-Session abgelehnt worden. Ebenso wie im Rugby (1900 bis 1924 viermal olympisch). Nun soll noch das Okay bei der
IOC-Vollversammlung Oktober in Kopenhagen kommen. Bei der Abstimmung genügt schon eine einfache Mehrheit.

Schon 1898, 1900 und 1904 war Golf einst olympisch