Der in Phönix, Arizona lebende Engländer Paul Casey, der letzten Herbst die Qualifikation ebenso sowie eine Wildcard für das Ryder Cup Team denkbar knapp verpasste, kann endlich wieder lachen. In einem dramatischen Auf und Ab auf den letzten fünf Löchern der Finalrunde dominierte der 33jährige aus Cheltenham, England schliesslich buchstäblich mit dem letzten Put, nachdem sein Gegener Peter Hanson aus Schweden mit Bogeys an den Löchern 14 und 18 sich um den Triumpf brachte.

Wo ging der entscheidende Schlag zum Sieg verloren? Miguel Angel Jimenez rätselt gemeinsam mit seinem Caddie.

Der Enttäuschte: Peter Hanson als Runner-up in Bahrain
Siem musste aufgeben
Der einzige Deutsche im Turnier, der Ratinger Marcel Siem musste wegen einer Augenverletzung bereits nach dem ersten Loch der 2. Runde nach vier Putts mit einem Triplebogey auf der Scorekarte aufgeben.
Was war passiert? Wegen seiner falsch angewendeter Augentropfen war Siem nicht mehr in der Lage, in der zweiten Runde seine Mitspieler gut zu erkennen, geschweige denn Puttlinien zu lesen, musste nach vier Putts am ersten Green der zweiten Runde aufgeben. Der Ratinger ist mit seinen sportlichen Leistungen nach wie vor im Mittelmass der European Tour angesiedelt. Siem hat seit vielen Monaten Probleme, mit den Erfolgen von Martin Kaymer auch nur annähernd mitzuhalten. Nach 76 Schlägen zum Auftakt war wegen der mangelnden Sehschärfe bereits ein weiterer verpasster Cut vorprogrammiert.
Es wird jetzt darauf ankommen, dass Siem in den nächsten Wochen sein Selbstvertrauen wiederfindet. Denn vom Leistungspotential her betrachtet, kann der 30jährige weit mehr. Bei der Qatar Masters in Doha (Vereinigte arabische Emirate) in der kommenden Woche will Siem wieder topfit sein.

Marcel Siem
Die European Tour bot beim Event am persischen Golf die stattliche Anzahl von 98 ihrer Turniersieger für die erstmals ausgetragene Volvo Golf Champions auf. (1,7 Millionen Euro Preisgeld).
Der Wüsten-Platz hatte es in sich
Mit zum Teil riesigen Grüns und Sandflächen, wo es auch für Profis schwer ist, die Bunker von den Sand-Roughs zu unterscheiden, werden die Schgiedsrichter öfter gefragt sein, als ihnen lieb sein dürfte.
Auch wenn dem vom Schotten Colin Montgomerie designten Parcours die heimische schroffe Küste fehlt, so sollen Run-Offs rund um die grossen und ondulierten Grüns den Spielern bei flach gehaltenen Approach- Bällen entgegenkommen.
Mit rund 6.600 Meter Par 72 ist der Royal Golfclub von Bahrain nicht eben mit extremer Länge ausgestttet, vorhergesagtes Schlechtwetter und der offene, dem Wind wenig Hemmnisse bietende Platz könnten fast für britische Verhältnisse sorgen. Der Platz ist eine wirkliche Herausforderung. Trotz des Fehlens einiger grosser europäischer Namen wie Martin Kaymer, Lee Westwood und Graeme McDowell ging ein Elite-Feld an den Start.

Ein aussergewöhnlicher Platz: Bahrain - the Royal Golfcourse









