Spannend wie selten machten es die beiden Ryder-Cup-Team Mitglieder Miguel Angel Jimenez (Spanien) und Edoardo Molinari (Spanien. Die Zuschauer auf dem Panorama-Course von Crans sur Sierre bekamen eine Vorstellung vom Besten, was das Turnier in den letzten Jahren gesehen hat. Als Jimenez bereit mit sechs Schlägen Vorsprung den Titel schon beinahe in der Tasche hatte, spielte Molinari ein Eagle an der 15, während Jimenez ein Bogey an der 14 hinnehmen musste. Damit war alles wieder offen.

Erst als Molinari ein Bogey am 16. Green, einem Par drei notierte und dem Spanier an der 17. ein weiteres Birdie gelang war die Vorentscheidung gefallen. Der Zigarrenraucher und Autoliebhaber Jimenez war seit 22 Jahren ununterbrochen in der Schweiz dabei. Nach zwei zweiten Plätzen 1993 und 2004 wollte der 46jährige endlich zum erstenmal gewinnen. Er hat dies eindrucksvoll geschafft. Ein weiters Highlight des Turniers setzte der erst 17jährige Italiener Matteo Massanero: Er errang sensationell Platz drei mit gesamt 15 unter Par.

Das ist es , was Golf so einzigartig macht: Beim 22. Auftritt in Crans triumphierte der Spanier und er gewann elf seiner 18 Titel nach seinem 40. Geburtstag: Miguel Angel Jimenez.

29 Jahre jünger als der Sieger: Matteo Massanero erkämpfte Platz drei
Ryder Cup Captain Colin Montgomerie dürfte geradezu entzückt gewesen sein, dass zwei seiner Team-Mitglieder eine solche Supershow im Vorfeld des Kontinentalvergleichs in drei Wochen in Wales geliefert haben.
Zwei deutsche Akteure, der zweitplazierte von 2006, Marcel Siem (73/72 Schläge) und der 43jährige Sieger von 1998, Sven Strüver (79/73) traten beim Omega European Masters erfolglos auf. Beide Spieler mussten bereits am Freitag die Heimreise antreten, selbst für Siem war der Cut bei drei über Par ausser Reichweite.
Die Ryder-Cup-Vize-Kapitäne Thomas Björn (Dänemark), der Nordire Darren Clarke (beide am Ende auf Rang 15) und Paul McGinley (der Ire scheiterte am Cut), waren auf dem Hochplateau Plan Bramois in Crans unterwegs. Stefan Gross aus Leimen hat die Startberechtigung für den Panorama-Course in den Bergen des Wallis nicht geschafft und trat in Straßburg auf der Challenge Tour an.
Der beste Schlag des Turnieres glückte in der Auftaktrunde dem Schweden Mikael Lundberg, der für sein Hole-in-one am 3. Loch aus 179 Metern mit einem Kilogramm Gold im Wert von rund 33.000 Euro belohnt wurde.

Sieger von Gleaneagles und Aufsteiger der Saison: Edoardo Molinari (Italien),
der nach hochspannendem Finish mit 18 unter Par Zweiter wurde.

Marcel Siem bei seinem Runner-up-Erfolg 2006


Wie schon im letzten Jahr ging auch 2010 der Auftritt daneben: Marcel Siem






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