Der Südafrikaner Charl Schwartzel, mit einem sensationellem Nervenkostüm ausgestattet, fabrizierte vier Birdies auf den Löchern 15,16, 17 und 18 und triumphierte nach 66 Schlägen mit zwei Zählern Vorsprung bei der US Masters im noblen Golfclub von Augusta National. Schwartzel geht als dritter Südafrikaner nach Gary Player (1961,74,78) und Trevor Immelman (2008) in die Annalen des Clubs ein. Dramatik und Spannung pur: Zeitweise bis zu zehn Spieler kämpften auf den letzten Löchern um das grüne Jacket des US Masters Siegers, der Golfgeschichte schreibt: Zwei Australier, Jason Day und Adam Scott beendeten das Turnier mit 12 unter Par auf dem Runner-up-Rang und mussten Schwartzel ziehen lassen.

Der Sieger von 2010, Phil Mickelson hilft dem Triumphator von 2011, dem 26jährigen Charl Schwartzel aus Südafrika ins traditionelle Green Jacket
Und die Deutschen? Alex Cejka, der nach 75 Zählern ("Mit 40 Putts kann man kein Major gewinnen") in der dritten Runde auf Rang 42 zurückfiel , startete eine Aufholjagd und beendete nach vier Birdies und zwei Bogeys mit 70 Schlägen und gesamt even Par sein möglicherweise letztes Masters Turnier auf Rang 35. Martin Kaymer aus Mettmann war am Cut gescheitert, behielt aber seine Führung in der Weltrangliste.
Tiger Woods, von Rang neun ins Finale gestartet, beendete das Turnier mit zehn unter Par auf Platz vier, den er sich mit Geoff Ogilvy (AUS) und Luke Donald (ENG) teilte.

Es gab acht verschiedene Spieler, die zeitweise in Führung lagen, noch kurz vor dem Ende gab es kurzzeitig zehn Spieler mit realistischen Siegchancen., Die "Tiger is back"-Rufe verstummten nach grossem Spiel des Weltranglisten-Siebten Tiger Woods erst, als dem 35jährigen die Löcher ausgingen und er bei zehn unter Par stehenblieb. Viel Experten fragten sich: Kann der Golf-Superstar nach vielen schwachen Monaten gewinnen? Der geteilte neunte Rang, mit Runden von 71/66/74/67 (-10) machten das gestrauchelte Genie zeitweise zum Sieganwärter. Am Ende war der geteilte vierte Rang nicht zu Tigers Zufriedenheit.

Charl Schwartzel triumphierte nach vier Birdies in Folge auf den Löchern 15 bis 18

Schock für den Nordiren Rory McIlroy (rechts): mit Triple-Bogey, Bogey und zweimal Doppelbogey sagte der lange in Führung liegende 21jährige Amen an den Löchern zehn, elf, zwölf und 15. Der über weite Strecken führende Youngster verlor völlig die Nerven und musste schliesslich mit dem geteilten Platz
15 vorliebnehmen. Jason Day (Australien) war bis zum Ende vorne dabei, holte den geteilten zweiten Rang.
Die young guns griffen zuvor am dritten Tag spektakulär an: Nach dem zweiten Durchgang hielt der 21jährige Nordire auf einem der schwersten Plätze der Welt bereits mit Runden von 65/69 und zehn unter Par die Führung zwei Zähler vor dem 23jährigen Day. In Runde drei baute McIlroy seinen Vorsprung auf vier Schläge aus (gesamt -12). Day reihte sich indessen in eine Verfolgergruppe ein, die alle am Sonntag mit -8 in die Finalrunde gingen: Angel Cabrera (ARG), Charl Schwartzel (SAF) und KJ. Choi (KOR).

Alex Cejka hat am Finaltag mit 70 Schlägen seine beste Runde bei dieser Masters gespielt. "Jetzt geht es heim nach Prag zum Angeln" meinte Cejka, der einen Mittelplatz in Augusta erreichte. Es war die dritte Masters-Teilnahme für den 40jährigen, wobei er jedesmal den Cut geschafft hat. Wer eine solche Bilanz ziehen kann, der gehört unstrittig zur absoluten Weltelite.

Der Ex-Münchner glänzte im Feld der weltbesten Akteure bereits nach zwei Runden von 72/71 und insgesamt eins unter Platzstandard (Rang 32). Am moving day allerdings gelang dem 40jährigen Deutschen nur eine 75, die Ihn auf gesamt zwei über Par und Rang 42 zurückwarf.


Der Sieger der US Open 2007 (Bild) und Gewinner der US Masters 2009 wollte nach einer tagesbesten Runde von 67 Zählern (fünf unter Par) das Green Jacket zum zweitenmal erkämpfen: Angel Cabrera aus Argentinien: Am Ende wurde es Platz sieben.

Alvaro Quiros aus Spanien: Mit 75 Schlägen am moving day war er bereits aus dem Rennen um den Sieg
Kaymer versteht die Weltnicht mehr: "Ich habe keine Erklärung"
Die deutschen Golffans betrauern das Ausscheiden des 26jährigen Weltranglisten-Ersten Martin Kaymer nach desaströsen 78/72 Zählern, gesamt +6 und Rang 82 bei seinem vierten Auftritt in Augusta National. Bei der Masters den Cut zu verpassen ist grausam. Martin Kaymer dürfte es wenig trösten, dass er sich dabei in guter Gesellschaft befindet. Den Platz als Weltranglistenerster wird der Deutsche am Montag mit hoher Wahrscheinlichkeit verlieren. Neben Kaymer mussten grosse Namen wie der British Open-Sieger Louis Oosthuizen, US Open-Champion Graeme McDowell, Ex-US Open Sieger Retief Goosen, der zweimalige British Open-Sieger Padraig Harrington und Ex-USMasters Sieger Vijay Singh.

Kaymer verpasst den Cut: Ursache war ein niederschmetterndes Desaster mit 78/72 Schägen.
Martin Kaymer: "Ich habe keinen Plan. Ich weiß einfach nicht, wie man diesen Golfkurs spielt. Ich kann darüber noch eine oder zwei Stunden nachdenken - aber ich würde keine Lösung finden". Das kleine Wunder am zweiten Tag blieb aus: Der Weltranglisten-Erste ist ausgeschieden. Einen eigenen Plan für besseres Spiel hatte der Rheinländer jedenfalls nicht in der Tasche. Um das Geheimnis des traumhaft schönen Par-72-Platzes an der berühmten Magnolia Lane vielleicht doch noch zu lüften, wollte er sich vor der zweiten Runde Rat vom zweimaligen Turniersieger Bernhard Langer holen. "Ich werde mich später mal mit ihm hinsetzen. Ich denke, von ihm kann ich mir einige gute Ratschläge holen", sagte Kaymer. Jetzt nach dem vierten verpassten Cut bei der vierten Teilnahme und 78/72 Zählern sowie Rang 82 weiss alle Welt: Auch das ging gründlich schief.
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Nach 2004, 2006 und 2010 ist der vierte Masters Sieg für Phil Mickelson (derzeit nach 70/72/71 -3, Platz 18) in weite Ferne gerückt. Der 41jährige Rechtshänder, der linkshändig Golf spielt, fing im vergangenen Jahr auf der Zielgeraden den Engländer Lee Westwood ab, der auch in diesem Jahr als Nummer zwei der Welt zu den heissen Favoriten gehörte, aber nun Rang 18 mit Mickelson teilt. Mit dem dritten Triumph von Augusta, Georgia ging Phil Mickelson 2010 in die Golfgeschichte ein. Der Familienvater aus San Diego in Kalifornien ist einer von nur acht Spielern auf der Welt, die das grüne Jacket dreimal und öfter gewonnen haben.

"Das Masters Tournament sind besondere Tage, auf die ich immer mit großartigen Erinnerungen zurückblicken werde", so Mickelson. „Es gibt nichts Schöneres, als dieses Turnier zu gewinnen.
Die Worte des Mitfavoriten erfüllten sich nicht: Phil Mickelson (USA, -2) verpasste seine Siegchance, ebenso wie der Engländer Lee Westwood, der schliesslich nur noch darum kämpfte, der Nummer eins der Welt, Martin Kaymert den Spitzenrang abzujagen.

Der Engländer Lee Westwood, die Nummer zwei der Welt hat seine Chancen, auf dem "geheiligten Rasen" des Golfclubs Augusta National zu gewinnen verpasst. Westwood beendet das Turnier auf Rang elf mit gesamt fünf unter Par nach Runden von 72/67/74/70 Zählern

Amen Corner
Golf-Giganten und Rookies können gewinnen: Beim US Masters hat es schon eine ganze Reihe von Überraschungssiegern gegeben. 1985 hatte kaum ein Experte auch nur im Entferntesten den späteren Sieger Bernhard Langer auf der Rechnung. Oder etwa der US Amerikaner Larry Mize, der 1987 gegen den schon sicher geglaubten Gewinner Greg Norman (Australien) im Stechen aus 35 Metern seinen Ball zum Sieg einchippte. Ebenso überraschend kam der erste und einzige Sieg eines Kanadies, Mike Weir 2005. Und nur zwei Jahre später konnte derjenige über Nacht Millionär bei den Buchmachern werden, der auf den Aussenseiter-Triumph von Zach Johnson gewettet hätte.
Tiger Caddie Frust Masters










