Alle Ergebnisse und Scores von der BMW International Open...
Interview mit Alex Cejka nach der vierten Runde...
Interview mit Martin Kaymer nach der vierten Runde...

Tragischer Held wurde Alex Cejka (Bild oben) als er bereits im Clubhaus angekommen war, nur zwei Schläge hinter dem führenden David Horsey liegend. Der 39jährige durfte noch auf ein Stechen hoffen, als Horsey noch drei Löcher zu spielen hatte. Als dann Horsey, der zum ersten Mal in München abschlug, keine Schwäche mehr zeigte, am 18.Loch noch mit einem Birdie glänzte und sein Landsmann Ross Fisher mit einem Eagle noch einen draufsetzte, war die Entscheidung gefallen: Ross verdrängte Cejka, der "seinem" Münchner Publikum und sich selbst gerne einen Sieg präsentiert hätte, auf den geteilten dritten Rang.

Alleiniger zweiter Platz durch einen Eagle am allerletzten Loch: Ross Fisher
Es war ein dramtisches Finale: Der Zusammenbruch des Walisers Bradley Dredge, der das einzige deutsche Profiturnier auf der European Tour seit der ersten Runde angeführt hatte, hat sich so auf dem Meisterschaftsplatz von München-Eichenried noch selten zugetragen.
Während Dredge zwischen den letzten Löchern zehn und 16 nicht weniger als fünf Schläge einbüsste, zeigte Horsey den ganzen Tag über fehlerfreies Golf. Bei erschwerten Bedingungen - anders als an den ersten drei Tagen durften die Profis den Ball nicht "besserlegen" - spielte er eine bogeyfreie 67er-Runde. Mit einem Gesamtergebnis von 270 Schlägen (69,67,67,67 - 18 unter Par) distanzierte er seinen Landsmann Ross Fisher um einen Schlag.

"Nicht in den wildesten Träumen an einen Sieg gedacht"
Für den 25-Jährigen aus Stockport war es der erste Triumph überhaupt auf der European Tour. David Horsey: "Das ist unglaublich, sagte er, nachdem er den Siegerscheck über 333.330 Euro entgegen genommen hatte. "In meinen wildesten Träumen hätte ich nicht gedacht, dieses Turnier zu gewinnen."
Dredge hatte nach zwei Birdies auf den ersten neun Löchern komfortabel geführt, ehe ihm auf den Löchern zehn, zwölf und 14 je ein Bogey unterlief. Sein Waterloo erlebte er dann auf dem kurzen Par-4-Loch 16, als er seinen Abschlag beinahe ins Wasser setzte und nach weiteren missglückten Schlägen schließlich einen Doppel-Bogey kassierte.
Hinter Fisher, der sich den zweiten Platz mit einem Eagle am letzten Loch erkämpfte, belegte ein Quintett bei jeweils 272 Schlägen (16 unter Par) den dritten Platz. Dredge, Kenneth Ferrie (England), Pablo Larrazábal und Rafael Cabrera-Bello (beide Spanien) sowie - Alex Cejka. Der 39-Jährige spielte sich in seiner ehemaligen Heimat München mit der dritten 67er-Runde in Folge noch vom 15. Platz nach vorn. Wie der Sieger blieb er dabei ohne Bogey.

Die beiden deutsche Top-Stars bei der BMW International Open: Martin Kaymer (links) und Alex Cejka
Originaton Cejka: "Ich freue mich sehr, dass es mal wieder in München geklappt hat", sagte Cejka, dessen bestes Ergebnis in Eichenried ein zweiter Platz aus dem Jahr 2003 bleibt. Besonders freute den mittlerweile in Las Vegas ansässigen Profi die Unterstützung der 12.800 Zuschauer. "Es war schön, diesen Riesenapplaus an der 18. Bahn zu bekommen", sagte er.
Für Deutschlands Nummer eins, Martin Kaymer bedeuteten eine 69er-Runde und der geteilte 21. Platz im Endklassement einen versöhnlichen Abschluss. Seine zahlreichen Anhänger begeisterte der Weltranglisten-Elfte außerdem, als er sich für das letzte Loch in ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kleidete.
Für einen ersten Höhepunkt des Tages hatte zuvor Jean-François Lucquin gesorgt, als ihm an Bahn 17 ein Hole-in-One gelang. Der Franzose lochte aus 168 Metern mit einem Eisen sechs direkt ein und gewann dafür einen BMW 535i im Wert von rund 80.000 Euro.
"Wir haben spektakuläre Schläge und großen Golfsport gesehen", bilanzierte Turnierpräsident Karsten Engel, Leiter Vertrieb der BMW Deutschland Group. "Das Finale war natürlich sehr dramatisch. Wir gratulieren dem Sieger David Horsey von ganzem Herzen. Bradley Dredge wird bestimmt noch einmal seine Chance hier bekommen. Wir jedenfalls freuen uns schon auf die nächste Auflage und danken ganz besonders den zahlreichen Zuschauern, die trotz der Fußball-Weltmeisterschaft den Weg zu uns nach Eichenried gefunden haben."
Wie angekündigt endete das Turnier bereits um 15.45 Uhr. Danach schauten Spieler wie Fans auf dem Fairway und der gesamten Anlage den WM-Klassiker Deutschland gegen England.

Der grosse Verlierer des Turniers: Bradley Dredge aus Wales

Martin Kaymer erfüllte seine eigenen Erwartungen nicht und musste Platz 21 teilen: der modische Tribut an das deutsche Fussball WM-Team war ihm trotzdem wichtig

Bernhard Langer - auch im 20.Anlauf war der Sieg unerreichbar
Der Anhausener Golf-Profi hat bei seinem Heimturnier bereits fünf Mal den zweiten Platz belegt (1992, 1995, 2000, 2002, 2007).
Die 52jährige deutsche Golflegende ist eher kein Sieganwärter in München-Eichenried, aber bei Langer ist sind immer Überraschungen möglich. Das Turnier ist neben dem Ex-Ryder Cup-Captain mit vielen weiteren internationalen Tour-Grössen besetzt.

Die BMW International Open endete bereits um 15.45 Uhr, damit Spieler wie Fans auf der Anlage den Fussball WM-Klassiker Deutschland gegen England von Beginn an verfolgen konnten.
Damit sich alle zum Anpfiff voll auf König Fußball konzentrieren können, hatte die Turnierleitung der BMW International Open beschlossen, den Start zur Finalrunde am Sonntag vorzuverlegen.
Marcel Siem konnte sich über Rang 61 nicht freuen

Pro und contra: Ob nach einem Überseeflug die vielen PR-Termine während eines Turnieres für Martin Kaymer leistungsfördernd sind, ist Diskussionsstoff unter Experten.
Stefan Gross glückte ein Eagle, er verpasste aber den Cut
Wie auch für die neben Gross übrigen 10 deutschen Spieler war nach zwei Runden das Turnier zu Ende, sie alle verpassten den Cut. Stefan Gross aus Leimen startete wie Kaymer mit einer Runde von 71 Schlägen und konnte dabei auf seiner Scorekarte einen Eagle und drei Birdies notieren. Dabei musste der Tour-Neuling aber auch vier Bogeys hinnehmen. Die Finalrunde verpasste der 21jährige trotz vier Birdies in der zweiten Runde nach einer 73.

Gross ist mit Kaymer befreundet. Er nennt ihn sein sportliches Vorbild.
Grosse Namen schieden aus
Während sich die Schwergewichte des deutschen Golfsports also noch einiges ausrechnen konnten, scheiterten einige der Topfavoriten dieser BMW International Open. Der Weltranglisten-Sechste Ernie Els (Südafrika) verpasste mit 142 Schlägen das Wochenende ebenso wie Robert Karlsson (Schweden, 143), Titelverteidiger Nick Dougherty (England, 145) und Sergio García (153). Letzterer setzte dafür modisch Akzente. Im Hinblick auf das entscheidende WM-Gruppenspiel seiner Spanier am Abend gegen Chile trat er im Nationaltrikot an, das sich auch Martin Kaymer am letzten Loch der vierten Runde für zuschauer, TV und Fotographen überstreifte.

Titelverteidiger Nick Dougherty (Bild beim Sieg 2009) verpasste den Cut
Interview mit Alex Cejka nach der vierten Runde...
Interview mit Martin Kaymer nach der vierten Runde...

Tragischer Held wurde Alex Cejka (Bild oben) als er bereits im Clubhaus angekommen war, nur zwei Schläge hinter dem führenden David Horsey liegend. Der 39jährige durfte noch auf ein Stechen hoffen, als Horsey noch drei Löcher zu spielen hatte. Als dann Horsey, der zum ersten Mal in München abschlug, keine Schwäche mehr zeigte, am 18.Loch noch mit einem Birdie glänzte und sein Landsmann Ross Fisher mit einem Eagle noch einen draufsetzte, war die Entscheidung gefallen: Ross verdrängte Cejka, der "seinem" Münchner Publikum und sich selbst gerne einen Sieg präsentiert hätte, auf den geteilten dritten Rang.

Alleiniger zweiter Platz durch einen Eagle am allerletzten Loch: Ross Fisher
Es war ein dramtisches Finale: Der Zusammenbruch des Walisers Bradley Dredge, der das einzige deutsche Profiturnier auf der European Tour seit der ersten Runde angeführt hatte, hat sich so auf dem Meisterschaftsplatz von München-Eichenried noch selten zugetragen.
Während Dredge zwischen den letzten Löchern zehn und 16 nicht weniger als fünf Schläge einbüsste, zeigte Horsey den ganzen Tag über fehlerfreies Golf. Bei erschwerten Bedingungen - anders als an den ersten drei Tagen durften die Profis den Ball nicht "besserlegen" - spielte er eine bogeyfreie 67er-Runde. Mit einem Gesamtergebnis von 270 Schlägen (69,67,67,67 - 18 unter Par) distanzierte er seinen Landsmann Ross Fisher um einen Schlag.

"Nicht in den wildesten Träumen an einen Sieg gedacht"
Für den 25-Jährigen aus Stockport war es der erste Triumph überhaupt auf der European Tour. David Horsey: "Das ist unglaublich, sagte er, nachdem er den Siegerscheck über 333.330 Euro entgegen genommen hatte. "In meinen wildesten Träumen hätte ich nicht gedacht, dieses Turnier zu gewinnen."
Dredge hatte nach zwei Birdies auf den ersten neun Löchern komfortabel geführt, ehe ihm auf den Löchern zehn, zwölf und 14 je ein Bogey unterlief. Sein Waterloo erlebte er dann auf dem kurzen Par-4-Loch 16, als er seinen Abschlag beinahe ins Wasser setzte und nach weiteren missglückten Schlägen schließlich einen Doppel-Bogey kassierte.
Hinter Fisher, der sich den zweiten Platz mit einem Eagle am letzten Loch erkämpfte, belegte ein Quintett bei jeweils 272 Schlägen (16 unter Par) den dritten Platz. Dredge, Kenneth Ferrie (England), Pablo Larrazábal und Rafael Cabrera-Bello (beide Spanien) sowie - Alex Cejka. Der 39-Jährige spielte sich in seiner ehemaligen Heimat München mit der dritten 67er-Runde in Folge noch vom 15. Platz nach vorn. Wie der Sieger blieb er dabei ohne Bogey.

Die beiden deutsche Top-Stars bei der BMW International Open: Martin Kaymer (links) und Alex Cejka
Originaton Cejka: "Ich freue mich sehr, dass es mal wieder in München geklappt hat", sagte Cejka, dessen bestes Ergebnis in Eichenried ein zweiter Platz aus dem Jahr 2003 bleibt. Besonders freute den mittlerweile in Las Vegas ansässigen Profi die Unterstützung der 12.800 Zuschauer. "Es war schön, diesen Riesenapplaus an der 18. Bahn zu bekommen", sagte er.
Für Deutschlands Nummer eins, Martin Kaymer bedeuteten eine 69er-Runde und der geteilte 21. Platz im Endklassement einen versöhnlichen Abschluss. Seine zahlreichen Anhänger begeisterte der Weltranglisten-Elfte außerdem, als er sich für das letzte Loch in ein Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kleidete.
Für einen ersten Höhepunkt des Tages hatte zuvor Jean-François Lucquin gesorgt, als ihm an Bahn 17 ein Hole-in-One gelang. Der Franzose lochte aus 168 Metern mit einem Eisen sechs direkt ein und gewann dafür einen BMW 535i im Wert von rund 80.000 Euro.
"Wir haben spektakuläre Schläge und großen Golfsport gesehen", bilanzierte Turnierpräsident Karsten Engel, Leiter Vertrieb der BMW Deutschland Group. "Das Finale war natürlich sehr dramatisch. Wir gratulieren dem Sieger David Horsey von ganzem Herzen. Bradley Dredge wird bestimmt noch einmal seine Chance hier bekommen. Wir jedenfalls freuen uns schon auf die nächste Auflage und danken ganz besonders den zahlreichen Zuschauern, die trotz der Fußball-Weltmeisterschaft den Weg zu uns nach Eichenried gefunden haben."
Wie angekündigt endete das Turnier bereits um 15.45 Uhr. Danach schauten Spieler wie Fans auf dem Fairway und der gesamten Anlage den WM-Klassiker Deutschland gegen England.

Der grosse Verlierer des Turniers: Bradley Dredge aus Wales

Martin Kaymer erfüllte seine eigenen Erwartungen nicht und musste Platz 21 teilen: der modische Tribut an das deutsche Fussball WM-Team war ihm trotzdem wichtig

Bernhard Langer - auch im 20.Anlauf war der Sieg unerreichbar
Der Anhausener Golf-Profi hat bei seinem Heimturnier bereits fünf Mal den zweiten Platz belegt (1992, 1995, 2000, 2002, 2007).
Die 52jährige deutsche Golflegende ist eher kein Sieganwärter in München-Eichenried, aber bei Langer ist sind immer Überraschungen möglich. Das Turnier ist neben dem Ex-Ryder Cup-Captain mit vielen weiteren internationalen Tour-Grössen besetzt.

Die BMW International Open endete bereits um 15.45 Uhr, damit Spieler wie Fans auf der Anlage den Fussball WM-Klassiker Deutschland gegen England von Beginn an verfolgen konnten.
Damit sich alle zum Anpfiff voll auf König Fußball konzentrieren können, hatte die Turnierleitung der BMW International Open beschlossen, den Start zur Finalrunde am Sonntag vorzuverlegen.
Marcel Siem konnte sich über Rang 61 nicht freuen
Pro und contra: Ob nach einem Überseeflug die vielen PR-Termine während eines Turnieres für Martin Kaymer leistungsfördernd sind, ist Diskussionsstoff unter Experten.
Stefan Gross glückte ein Eagle, er verpasste aber den Cut
Wie auch für die neben Gross übrigen 10 deutschen Spieler war nach zwei Runden das Turnier zu Ende, sie alle verpassten den Cut. Stefan Gross aus Leimen startete wie Kaymer mit einer Runde von 71 Schlägen und konnte dabei auf seiner Scorekarte einen Eagle und drei Birdies notieren. Dabei musste der Tour-Neuling aber auch vier Bogeys hinnehmen. Die Finalrunde verpasste der 21jährige trotz vier Birdies in der zweiten Runde nach einer 73.

Gross ist mit Kaymer befreundet. Er nennt ihn sein sportliches Vorbild.
Grosse Namen schieden aus
Während sich die Schwergewichte des deutschen Golfsports also noch einiges ausrechnen konnten, scheiterten einige der Topfavoriten dieser BMW International Open. Der Weltranglisten-Sechste Ernie Els (Südafrika) verpasste mit 142 Schlägen das Wochenende ebenso wie Robert Karlsson (Schweden, 143), Titelverteidiger Nick Dougherty (England, 145) und Sergio García (153). Letzterer setzte dafür modisch Akzente. Im Hinblick auf das entscheidende WM-Gruppenspiel seiner Spanier am Abend gegen Chile trat er im Nationaltrikot an, das sich auch Martin Kaymer am letzten Loch der vierten Runde für zuschauer, TV und Fotographen überstreifte.

Titelverteidiger Nick Dougherty (Bild beim Sieg 2009) verpasste den Cut






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