Im Ritz Carlton Golfclub von Marana hat der Spanier Sergio Garcia im Seminfinale gegen den Engländer Ian Poulter eine vernichtende 7 auf 6 Niederlage, die höchste in der 12jährigen Turniergeschichte einstecken müssen. Der überlegene Triumpf brachte den 34jährigen Ryder Cup Spieler Poulter bereits früh in die Favoritenrolle im Finale um den Titel der Matchplay-WM.

Ian Poulter
Im zweiten Halbfinale kämpfte Poulters Landsmann Paul Casey im Stechen bis zum 23.Loch gegen den Kolumbianer Camilo Villegas. Das Match war auch am fünften Loch des Playoff nicht entschieden. Danach kam der Abbruch wegen Dunkelheit. Das Playoff wurde Sonntag fortgeführt, wobei der Engländer Paul Casey am 24. Loch das längste Match in der Geschichte des Turnieres für sich entschied. Villegas setzte sich schliesslich im Match um Rang drei deutlich mit 5 auf 4 gegen den Spanier Sergio Garcia durch.

Camilo Villegas (links) und Paul Casey
Es ging in Arizona für die 64 besten Spieler der Welt um 8,5 Mio Dollar Preisgeld. Tiger Woods, die Nummer 1 der Welt, wie auch die Nummer drei der Weltrangliste, Phil Mickelson fehlten beim hochkarätigen Event.
Steve Stricker war als Nummer 2 der Welt einer der Top-Favoriten und schied bereits in der ersten Runde am 19. Loch gegen Ross Mc Gowan (ENG) aus. Titelverteidiger war der Australier Geoff Ogilvy. Für ihn war nach Runde zwei Schluss, er verlor gegen Camilo Villegas (COL) 2 auf 1.
Deutschlands derzeit bester Golfer, Martin Kaymer, der bereits in Runde zwei aus dem Turnier ausschied, will ab Mitte 2011 auf die US PGA Tour wechseln. Bei der Accenture World Matchplay im Ritz Carlton GC, Dove Mountain im US-Bundesstaat Arizona erklärte der 25jährige vor der Presse in Marana, er wolle auf Sicht sich von der European Tour mehr zurückziehen und auf der lukrativeren US PGA Tour spielen.
Nach eigenen Worten habe die derzeitige Nummer sechs der Welt bereits 2009 überlegt, den Schritt über den Atlantik zu unternehmen. Dieses Ansinnen wurde dann aber als zu verfrüht verschoben. Ganze dann aber doch verschoben. Kaymer: “Alles soll Schritt für Schritt geschehen, ich will nichts überstürzen.”

Doch Kaymer spürt den anwachsenen Druck auf ihn, die gestiegenen Erwartungen, die sich aus den Erfolgen der vergangenen Zeit ergeben haben, besonders seitens der deutschen Medien: "Die Medien erwarten von mir, dass ich im RyderCup spiele, sie erwarten, dass ich fast jede Woche gewinne, aber das ist schwierig, dieses Level zu halten. Aber, nach Bernhard Langer bin ich der einzige Deutsche, der in die Top 10 der Welt gekommen ist und jetzt wird ständig versucht, Druck zu machen. Aber das ist in Ordnung. Bis jetzt kann damit gut umgehen. Ich mache mir selber diesen Druck nicht, ich will gut Golf spielen, Spaß haben und hoffentlich kann ich lange in den Top10 bestehen.”

Nummer zwei der Welt: Steve Stricker schied schon in Runde eins aus

Die Nummer drei der Welt, Phil Mickelson ist wegen der Krebserkrankung seiner Frau nicht am Start.
Das Turnier geniesst den Rang einer offiziellen World Golf Championship. Weltweit gibt es nur vier Events dieser Grössenordnung, die vom Starterfeld, Preisgeldsumme und Anzahl der Weltranglistenpunkte in der Wertordnung der Spieler direkt nachrangig zu den Major-Turnieren gerechnet werden. 8,5 Millionen Dollar sind ausgelobt, der Sieger erhält allein 1,4 Millionen.

Martin Kaymer

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