
Interview mit Caroline Masson
Herzliche Glückwünsche, Caroline!
Frage: Wie ist es Dir in Spanien ergangen?
Masson: Vielen Dank! Also es ist natürlich richtig gut gelaufen, wobei es auch ganz schön anstrengend war, so viele Golfrunden zu spielen. Vor allem, weil das Wetter ziemlich schlecht war. Wir hatten alles: Schnee, Regen, Wind, Gewitter, Kälte und ab und zu auch mal ein wenig Sonnenschein. Man wusste morgens nicht, was heute wieder auf einen zukommt. An zwei Tagen mussten die Wettbewerbe ja sogar abgesagt werden.
Frage:
Wie bist Du mit diesen schwierigen Bedingungen umgegangen?
M: Das war natürlich gar nicht so einfach, zum Beispiel wenn dir beim Abschlag eisiger Wind mit 30 Kilometern pro Stunde ins Gesicht geblasen hat. Aber ich bin ganz entspannt und ruhig geblieben und habe versucht, das Beste daraus zu machen.
F: Das ist Dir ja auch eindrucksvoll gelungen! Warst Du gar nicht nervös oder aufgeregt?
M: Also nervös war ich eigentlich nicht. Ich habe mir gesagt: Wenn du ruhig und solide spielst, dann klappt das schon. Und mein langes Spiel hat ja auch die ganze Zeit über funktioniert. Ich habe die Eisen konstant gut getroffen, so dass ich auch ohne die Putts gut im Rennen lag. Und am Ende sind dann ja auch noch die Putts gefallen und ich stand letztlich tatsächlich ganz oben.
F: Wer hat Dich nach Spanien begleitet?
M: Es war nur mein Freund Allen John dabei, der mir als Caddie zur Seite stand. Ich wollte nicht zu viel Ablenkung, deshalb war das genau richtig so.
F: Habt ihr Deinen tollen Erfolg denn noch ein wenig gefeiert?
M: Eigentlich hatten wir das vor, aber so richtig feiern konnte man dort in La Manga eh nicht. Außerdem waren die vielen Runden bei dem Wetter auch super-anstrengend. Wir haben uns dann einen gemütlichen Abend im Apartment gemacht und uns noch ein Bierchen gegönnt.
F: Hattest Du Dich in irgendeiner Form speziell auf die Qualifying School vorbereitet? Immerhin ging es um die Eintrittskarte in das Profigeschäft.
M:Nein, ich habe mich wie immer vorbereitet, schließlich hatte ich damit meistens Erfolg. Die Pause seit dem letzten Turnier war zwar relativ lang, aber ich habe sehr gute Trainingslager absolviert, zum Beispiel mit dem DGV-Nationalteam in Argentinien. Im Nachhinein kann man wohl sagen, dass die Vorbereitung optimal war (lacht).
F: Ich vermute, Du freust dich jetzt auf Zuhause und auf Weihnachten. Wie wirst Du die Feiertage verbringen?
M: Das stimmt, ich freue mich sehr auf die Zeit mit meiner Familie. Ich war ja zuletzt wieder sehr viel unterwegs. Deshalb bin ich froh, dass ich Weihnachten ganz ruhig mit der gesamten Familie verbringen kann. Ich möchte jetzt erstmal ein wenig abschalten. Danach werde ich dann die Formalien erledigen, um Profi zu werden. Da kommt noch ein bisschen was auf mich zu mit Verträgen, Sponsoren, Turnierplan etc. Aber wie gesagt, das steht jetzt für den Moment erstmal hinten an.
F: Viele Golfbegeisterte in Deutschland haben mit Dir mitgefiebert und genau verfolgt, wie Du Dich in Spanien geschlagen hast.
M: Ja, das hat mich total gefreut. Ich habe auch schon sehr viele Glückwünsche erhalten per Anruf, SMS und auf Facebook. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die mir die Daumen gedrückt haben. Ein ganz großes Dankeschön möchte ich natürlich auch meiner Familie und meinem Freund Allen aussprechen – und allen anderen, die mich unterstützt haben. Dazu gehört auch der DGV mit Nationaltrainer Marcus Neumann. Neben der finanziellen Unterstützung war es vor allem die persönliche Betreuung, die ich immer sehr geschätzt habe. Ich freue mich schon sehr auf unser geplantes Wiedersehen mit dem siegreichen EM-Team im Januar.

Deutsche Meisterin Caroline Masson stürmt auf die Ladies European Tour










